Abhörprotokolle aus Kriegsgefangenenlagern

Anlässlich des Abschlusses seiner Bundesratspräsidentschaft hat Stephan Weil in einem kulturellen Abend am 30.09.2014 das Theaterstück „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ ausgewählt. Das Stück thematisiert wie deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft ungefiltert über das Töten und die Verstrickung der Wehrmacht in den Holocaust sprachen.  Die Gefangenen wussten nicht, dass ihre Gespräche mitgehört wurden.

Grundlage für das Theaterstück ist das gleichnamige Buch von Sönke Neitzel und Harald Welzer aus dem Jahr 2011, in dem Abhörprotokolle aus britischer und amerikanischer Kriegsgefangenschaft ausgewertet werden.  Die abgehörten Soldaten stammten aus allen militärischen Dienstgraden. Auf 3sat habe ich einen interessanten Bericht über das Buch mit ausgewählten Textpassagen gefunden:

Der Feind hört mit. Geheime Abhörprotokolle von deutschen Soldaten.

Mehr zum Thema habe ich hier geschrieben:

Krieg als Handwerk